
RAW-Dateien sind größer
Da RAW-Dateien unkomprimierte Bildinformationen enthalten, sind sie deutlich größer als JPEGs – oft um den Faktor drei oder mehr. Für Fotografen, die viel shooten, scheint das auf den ersten Blick ein massiver Nachteil zu sein. Doch relativiert sich dieses Problem bei genauerer Betrachtung der Kosten.
Die Kosten-Nutzen-Rechnung
Die Preise für Speichermedien sind in den letzten Jahren massiv gesunken. Schauen wir uns die Kosten pro Bild bei einer beispielhaften Festplatte an:
| Format | Dateigröße (ca.) | Kapazität (auf 3 TB) | Kosten pro Bild |
| JPEG | 8 MB | 375.000 Bilder | ~ 0,0003 $ |
| RAW | 30 MB | 100.000 Bilder | ~ 0,0013 $ |
Das Fazit: Ja, eine RAW-Datei verbraucht mehr Platz. Aber der Preisunterschied ist mit rund 0,001 $ pro Bild verschwindend gering. Für einen Bruchteil eines Cents erhältst du ein Maximum an Bildqualität und Bearbeitungsspielraum.
Speicherkarten: Mehr Leistung für weniger Geld
Ähnlich sieht es bei den Speicherkarten aus. Während man früher für winzige Kapazitäten (wie 2 GB) noch kleine Vermögen ausgeben musste, sind heute schnelle Karten mit 64 GB oder 128 GB Standard und für jeden erschwinglich. Der „Aufpreis“ für die höhere Datenmenge im RAW-Format fällt im Gesamtbudget kaum noch ins Gewicht.
Profi-Tipp: Datensicherheit
Unabhängig vom Format solltest du eine wichtige Regel beherzigen: „Lege niemals alle Eier in einen Korb!“
Es ist riskant, zehntausende Bilder auf nur einer einzigen, riesigen Festplatte zu lagern. Setze lieber auf mehrere kleinere Laufwerke oder ein Backupsystem (z. B. ein NAS oder Cloud-Speicher), um dich gegen Datenverlust abzusichern.

